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Fischkot

Manchmal nimmt die Liebe einen ganz speziellen Weg
Man fragt sich soll man lachen oder weinen
Doch dann ist es ohnehin zu spät
Du fürchtest dich vor dem eignen Spiegelbild
An dessen Händen Blut und grauer Glibber klebt

Frischtot, Frischtot

Ich liebe eine ganz besondere Frau
Sie ist anderen Männern niemals abgeneigt
Das stört mich nicht, denn eines weiß ich ganz genau
Sie hat sie halt zum Fressen gern
Bis kein Fleisch von ihnen übrig bleibt

Jeden Tag hab ich die eine Frau geküsst
Die Leber sehr speziell genießt
Sie mag Fleisch, ganz besonderer Art
Von Männern nur, frisch, rosig und blutig zart

Als ich ihr damals meine Liebe eingestand
Da hat sie anfangs nur über mich gelacht
Doch schon ein paar stunden danach
Hab ich das erste Opfer für sie umgebracht

Frischtot geschlachtet bis zum ersten Morgenlicht
Frischtot geschlachtet es ist alles nur für dich
Für dich mein Schatz ganz allein
All das Getöse und Gebein
Für dich mein schatz hab ich sie gekillt
So schön kann wahre Liebe sein

Frischtot, Frischtot

Für die eine hing ich ab in Schwulenbars
Hab sie dort aufgerissen
Die Ware die von Nöten ist
Sie alle folgten willig, nur allzu brav
Bis sie in einem Kellerloch mein Hammer traf

Frischtot, Frischtot

Das Häuten selbst hab ich niemals gern getan
Doch einer ist halt für die grobe Arbeit da
All mein Mühen wurde belohnt in jenem Augenblick
Als sie das Fleisch verkostet hat und schmatze vor Glück

So vergingen sie schönsten Tage meines Lebens
Wenn sie satt war hatten wir den allerbesten Sex
Sie war unglaublich
Der Traum von einem jeden Mann
Bereit dinge zu tun, über die ich mit anderen Frauen nicht mal reden kann

Eines morgen hat sie mich hungrig angeschaut
Ich wusste genau was jetzt zu tun sein wird
Ich hab das Handwerkszeug um mich herum quartiert
Mich gesäubert, mein Fleisch zum schlachten präpariert

Sie wird mich frischtot schlachten bis zum ersten Morgenlicht
Sie wird mich frischtot schlachten, es ist alles nur für dich
Für dich mein Schatz ganz allein
All mein Getöse und Gebein
Für dich mein schatz bin ich gern das Fleisch
Ein stück von mir wird immer in dir sein
23.4.08 03:36


Oo

Es ist so bitter kalt
Väterchen Frost sitz mir im Nacken
Irgendwo vor Stalingrat
In einer Hölle aus Eis und Schnee

Meine Einheit ist gefallen
Im Sperrfeuer von Gerstern Nacht
Nur der Franz ist mir geblieben
Wir sind die letzten von 112

Ich habe einen neuen Feind
Es ist der Hunger in seiner ganzen Pracht
Er frisst sich langsam durch den Leib
Bestimmt mein Handeln ganz allein
Nachts lässt er mich nicht schlafen
Wenn rasselnd mein Atem stieg

Doch schließ ich die müden Augen
Seh ich das Einzige, was mich am Leben hält
Dort wo meine Wiege stand, da ist mein Heimatland
Das Reihenhaus mit Schrebergarten
Wo meine Frau und Kinder warten
Hier wo die Eisenkreuze sprießen
Werd ich heiß mein Blut vergießen
Wo statt Ehre Wahnsinn fand
Werden wir fallen im Feindesland

Heute Nacht kam ich dem Franz ganz nah
Viel näher als ihm recht sein konnte
Erst hab ich mich an ihm gewärmt
Dann hab grausam seine Kehle durchgetrennt
Dann kam der Irrsinn durch offene Türen
Ich trank im Wahn sein heißes Blut
Und fraß gierig das junge Fleisch
Drei mal hab ich gekotzt bis es in mir blieb

Franz war nun mein Proviant
Er ist mein treuer Kamerad
Doch was sagt das über mich?
Bin ich kein guter Wachsoldat
Als ich heut früh dem schlaf entfloh
Da stand ein Russe über mir
Er lachte, schoss mir in den Kopf
Und so endet mein Krieg hier

Und wo sein Herz in Flammen stand
So weit entfernt vom Heimatland
Dort zwischen 1000 andren Toten
Fror sein Leib auf kaltem Boden

Wo ihn der Tod im Schneesturm fand
Verschwand sein Leib im Feindesland
Und eine Frau wird ewig warten
Auf die Heimkehr ihres Ehegatten

Und wo sein Herz in Flammen stand
So weit entfernt vom Heimatland
Dort zwischen 1000 andren Toten
Fror sein Leib auf kaltem Boden
18.4.08 01:33


Der Zerfall

...Und Uber Allem Weht Der Wind So Kalt (Pest I)

Vor zwanzig Tagen kam der Tod in die Stadt
In unserem Dorf leben kaum mehr hundert Mann
Die Ratten zwar kamen als ihre Boten
Und dann begann die Herrschaft der Pest

Eine nach der anderen füllte sich die Pestgruben
Die Hütten im Dorf längst niedergebrannt
Ich weiß nicht mal, wie viele noch am Leben sind
Sie haben sich verkrochen vor dem Untergang

Seit der Doktor starb, führt
niemand mehr den Leichenkarren
Süßen Totenruch treibt der
Herbstwind über's Land
Längst kann kein Fenster ich mehr öffnen
Der Nachtwind zeugt vom Tod der allgegenwärtig ist.

Nun bin ich allein.
Mein Vater vor acht Tagen
gegangen und heut ist die Mutter ihm gefolgt
Zum Schluß hat sie ihren Sohn
nicht mal mehr erkannt.

Und über allem weht der Wind so kalt
Mein letzter Schrei ... schon lange verhallt

Zwei Tage zuvor ist der neue Pestdoktor gekommen
Er schnitt ihre Beulen auf und
sprach, dass er bald wieder nach uns sähe
Mir war so übel, ich hab ihn kaum vernommen.
Was nutzt unser Reichtum uns jetzt
Wenn der Tod uns holt.
Einen nach dem anderen.

Und über allem weht der Wind so kalt

Oben auf der Burg sieht man niemand mehr
Vielleicht sind jetzt alle schon tot
Seit Tagen hab ich nicht mehr geweint
Da sind keine Tränen mehr

Jetzt ist nichts mehr übrig
Nur mein Leben hab ich noch
Wie lang weiß allein die Pest
Fortzugehen ist sinnlos
Denn überall ist es wie hier

Ich werd mich betrinken
Und warten auf den Tod
Es heißt, es gibt ein Licht
Am Ende des Weges
Ich werde sehen, ob es stimmt...


2. Legende Des Leides (Pest II)

Ich höre Pferdehufe vor meiner Tur
Es klopft und ich öffne sie
Der Räucherdoktor und die Totengraber
Sie stoßen mich beiseite,
einer schlägt mich nieder

Und ehe alles in Schwärze versinkt
Hör ich die Stimme des Doktors
Wie einen Hauch
"Nun nehm ich mir den Lohn fur
meine Mühen,
werft ihn auf den Wagen zu den Toten!"

Irgendwann später erwache ich
Gestank liegt auf mir wie ein Netz
Ich liege auf etwas Weichem
Etwas, das einst lebendig war
Als ich mich wende, erblicke ich ihr Gesicht
Die Fratze meiner Mutter, vom Tode entstellt

Auch über mir sind Leiber,
ich kann nicht entkommen
Nicht alles ist tot, was auf dem Karren liegt
Die Schergen des Doktors plündern die Hauser
Und die, die noch leben, werden umgebracht

Nicht alle sind tot, die hier liegen
Unter den Pestopfern höre ich manchen Laut
Doch unser Weg führt hin zur Grube
Und denen, die starben, bleibt mein
Schicksal erspart...

Dann endet die holpernde Fahrt in die Nacht
der Pestkarren halt, seine Last kippt ab
Ich kann mich nicht rühren
Zuviele Körper auf mir
Ich höre die Schreie derer,
Die immer noch leben
Doch sie verstummen sehr bald
Als die Totengräber ihr Werk vollenden...


3. In Der Grube (Pest III)

Ich kann mich nicht rühren
Nur meine Hand kann ich schließen
Ich spüre eine kleine Kinderhand darin
Als ich sie drücke, spür ich ihr Leben
Unter mir hat eine Frau begonnen zu beten
Über mir die kalte Erde sich hauft
Laß diese Hand nicht erkalten,
Die in meiner liegt!
Laß die Stimme der Frau nicht für
immer verstummen!

Doch wer hört mich jetzt,
Wenn meine letzten Sekunden
verrinnen?

Ganz langsam nur verlaßt mich das Leben
Die kleine Hand in meiner erschlafft
Aus diesem Leib ist das Leben gewichen
Die Gebete der Alten sind längst verstummt...

Nur wenig Luft noch füllt meine Lungen
Alles um mich herum ist schwarz wie die Nacht
Ich spüre wie die Pest sich meiner bemächtigt
Bevor sie mich holt werd ich ersticken im Grab

Bunte Sterne beginnen vor meinen Augen zu tanzen
Ich verfluche die, die mich brachten hierher
Die mich zu Tode verbannten aus Habgier und Neid
Wenn nur eine Moglichkeit bestünde, um wiederzukehren
Ich würde schlachten die, die dies an
mir taten!

Dann endlich verläßt mich das Lebenslicht
Längst begannen die Ratten mein
Fleisch zu fressen
Der Tod ist bei mir und fordert den Lohn

Ein letzter Atemzug noch füllt meine Lungen
Dann ewige Nacht um mich herum

Plötzlich...ein kaltes Licht...


4. Auferstehung (Pest IV)

Wieviel Zeit ist vergangen?
Ich weiß es nicht
Und es bedeutet mir nichts mehr
Ich bin tot
Und dennoch wandle ich

Meine Züge von der Pest gezeichnet
Beulen überall an meinem Leib
Meine Glieder zerstört von den Bissen der Ratten
Augen zerfetzt und dennoch sehe ich

Ich entsteige der Grube
Wühle mich durch all die Leichen
Etwas noch gibt es zu tun
Dann kehre ich zurück von wo ich kam

Ich finde die, die ich suche
Versammelt im Rathaus bei Nacht
Erstarrte Gesichter, als ihre Runde ich störe
Manche versuchen zu entkommen
Manche zu Eis erstarrt
Doch es gibt fur niemand eine Chance
Genausowenig, wie sie mir eine gaben

Dann ist getan, was getan werden mußte
Frisches Blut überall auf meinem Gesicht
Doch es ist nicht das meinige
Sondern das meiner Peiniger

Und ich kehre zurück in das Reich der Toten
Bette mein Haupt auf faulendes Fleisch...

Und werde ich eins mit der Ernte der
Pest...
11.4.08 12:23





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